Gründungsmitglieder sind Beckhoff, Endress+Hauser Group, Hilscher, ifm, KUKA, MULTIVAC und SAP SE (NYSE: SAP). Die Allianz steht allen Unternehmen offen; weitere Mitglieder sind die Balluff-Gruppe, Gebhardt Fördertechnik, Pepperl+Fuchs, ARVOS GmbH | SCHMIDTSCHE SCHACK, SAMSON und WIKA Alexander Wiegand.

Die Mitglieder der Allianz setzen sich für die Schaffung eines standardisierten und offenen Ökosystems für den Betrieb hochautomatisierter Fabriken und Anlagen einschließlich Logistik und Dienstleistungen ein. Die Allianz arbeitet daran, proprietäre Insellösungen zu vermeiden, um die digitale Transformation in der europäischen Industrie besser zu ermöglichen. Die Unternehmen planen, gemeinsam mit zukünftigen Mitgliedern ein so genanntes Open Industry 4.0 Framework auf Basis bestehender Standards wie IO-Link, OPC UA und RAMI zu schaffen.

Fokus auf Machbarkeit und Nutzen

Der Betrieb von Fabriken, Anlagen und Logistikzentren in mittelständischen und großen Unternehmen ist von Heterogenität geprägt – mit Dingen unterschiedlichster Klassen, von vielen verschiedenen Herstellern. Eigene und unterschiedliche Standards in den Bereichen Konnektivität, Datenmanagement, IT-Sicherheit und Zusammenarbeit schaffen zusätzlichen Aufwand und behindern die schnelle und umfassende Skalierung von Industry 4.0. Die Gründer und Mitglieder der Open Industry 4.0 Alliance haben sich verpflichtet, ihren Kunden ein offenes, standardbasiertes und kompatibles Angebot für den gesamten Weg eines Produkts anzubieten – vom Objekt in der Fabrik bis zum Service.

Kunden können aus einer Reihe von modularen, kompatiblen und skalierbaren Lösungs- und Servicekomponenten auswählen. Diese bauen jeweils auf den Kernkompetenzen der Gründer und Mitglieder der Allianz auf und stellen eine risikoarme, herstellerunabhängige Option von bestehenden und bekannten Lieferanten der diskreten Fertigungs- und Verfahrenstechnik dar. Die Anbindung an SAP-Lösungen trägt dazu bei, dass Geschäftsprozesse wie Fertigungsabwicklung, Lagerverwaltung oder Instandhaltung über Unternehmensgrenzen hinweg mit Partnerunternehmen zusammenarbeiten.

Offene und interoperable Lösung

Das offene, standardbasierte Angebot der Open Industry 4.0 Alliance umfasst vier Module – Device Connectivity, Edge, Operator Cloud und Cloud Central – sowie ein entsprechendes Serviceangebot. Die Geräteanbindung stellt die Verbindung zu den Maschinen und Sensoren her. Edge ist der zentrale Knotenpunkt für alle wichtigen und lokal notwendigen Funktionen im Werk. Die Operator Cloud ist der zentrale Knotenpunkt im Unternehmen des Kunden, eine offene Schicht und unterstützt alle unternehmensorientierten Funktionen und Anwendungen. Schließlich ermöglicht Cloud Central den bidirektionalen Austausch von Daten zwischen Unternehmen, wie z.B. Stammdaten und Messdaten aus Kalibrierungen, sowie Informationen wie technische Dokumentationen und Reparaturhandbücher.

Die ersten Proof of Concept wurden 2018 mit einer anpassungsfähigen und flexiblen Matrixproduktion bei KUKA abgeschlossen. Ziel ist es, bis Mitte 2019 weitere Proof of Concept von Mitgliedern und deren Kunden zu erstellen. Die Gründungsmitglieder bereiten ihre ersten Ergebnisse für das zweite Halbjahr 2019 vor.

 

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